Teile des Presseteams machten am 01.03.2017 eine Exkursion ins ORF Hauptgebäude. Die Führung dauerte von 10:30 – 12:00 Uhr. Zu Beginn hier eine kurze Einführung in die Vergangenheit und den Ursprung der ORF-Technik:

Schon im Jahre 1952 wurden die ersten Fernseh-Kameras in Österreich benutzt. Die damalig verwendeten Kameras bestanden noch aus Nähmaschinen, Teile von Mercedesmotoren und auch VW Blinker, als Blende. Ein paar Jahre später, im Jahre 1969, wurde bereits die erste Farbshow, das Wiener Neujahrskonzert, im ORF ausgestrahlt. Eine revolutionäre Erfindung in der Medien-Branche waren die erste Modelle der „mobilen Kameras“. Damals waren sie noch bis zu 200kg schwer und konnten nur mit extra angefertigten Stativen verwendet werden.

In der heutigen Zeit werden Studios mit bis zu 80m² Bildschirmflächen und Full-HD Kameras im Wert von 150 000€ benutzt. Jedoch benötigt man für eine professionelle Liveübertragung mehr als nur Kameras und Bildschirme. Um ein schattenloses Bild zu Stande zu bringen, befinden sich in einem Studio bis zu 1500 Scheinwerfer, die verschieden ausgerichtet von der Decke ragen. Jedoch wird bei einer Sendung so viel Wärme durch die Scheinwerfer freigesetzt, dass vor jeder Liveübertragung das Studio auf 15°C abgekühlt wird, damit die Moderatoren nicht ins Schwitzen kommen.

Der zweite Teil der Führung beinhaltete das Redaktionszentrum des ORF. Durch die Optimierung des alten Systems, bei der jeder Mitarbeiter seine eigene Kammer hatte, sitzten nun alle Beteiligten um einen runden Tisch, dadurch entsteht ein verbessertes Diskussions-Klima. Das Programm der Sendungen entsteht durch brandneue News aus der ganzen Welt. In chronologischer Reihenfolge werden mehrere internationale Sender live mitverfolgt und aus den wichtigsten Beiträgen entstehen dann die diversen ORF Live-Sendungen.

Das Regiezentrum ist für die letzte Überprüfung zuständig. Dort werden Ton, Licht und Bild vom Regiechef angepasst. Dabei darf keine Sendung ohne vollständige Besetzung des Regie-Teams übertragen werden.

Unsere Führung wurde dann mit der Besichtigung einer sogenannten „Blue-Box“ fortgesetzt. Ursprünglich wurde die Blue-Box für Bildeffekte wie zum Beispiel bei Tom Turbo benutzt um Vordergrund mit künstlich eingespieltem Hintergrund zu kombinieren. Nach ein paar lustigen Experimenten endete damit die Führung im Studio 1.

Das Studio 1 hat eine Fläche von 1500m² und wird für große Shows wie „Die große Chance der Chöre“ oder „Dancing Stars“ benutzt. Eine Veränderung der Kulissen kann bis zu 4 Wochen dauern. Die Tribüne des Studios besteht aus einer hohlen Holzkonstruktion um das Stampfen mit den Füßen akustisch zu verstärken. Bei größeren Shows gibt es auch einen sogenannten „Vorklatscher“, dieser versucht eine lustige und stimmungsvolle Atmosphäre für die Zuschauer vor den Fernsehgeräten zu gestalten.

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